Wirtschaft : Löbbecke sieht Sanierung abgeschlossen

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Berlin - Das Berliner Bankhaus Löbbecke hat sich gesundgeschrumpft. „Wir haben die Veränderungen der vergangenen beiden Jahre erfolgreich abgeschlossen“, sagte Henneke Lütgerath, Sprecher der Geschäftsleitung, dem Tagesspiegel. Dies sei mit drastischen Personalabbaumaßnahmen einhergegangen. Im Jahr 2003 war das Bankhaus von der Hamburger Privatbank M.M. Warburg übernommen worden. Zum Zeitpunkt der Übernahme hatte das Unternehmen noch 135 Mitarbeiter. „Mittlerweile haben wir unsere Zielgröße von unter 50 Mitarbeitern erreicht“, sagte Lütgerath. Knapp 40 davon arbeiten in Berlin. 2005 konnte Löbbecke einen Jahresüberschuss von gut zwei Millionen Euro verbuchen, wenngleich sich die operativen Erträge wegen des stark schrumpfenden Firmenkundengeschäfts fast halbierten. „Wir haben das Kreditvolumen stark reduziert“, erklärte Lütgerath. Das hat auch mit der Vergangenheit des Instituts zu tun, das in den 90er Jahren wegen fauler Kredite in eine tiefe Krise geraten war. Noch 2002 hatte die Bank deshalb 120 Millionen Euro Verluste verbucht. „Wir wollen weiter für Firmenkunden ansprechbar sein“, sagte Lütgerath. Bei den Krediten wolle man aber vorsichtig sein. Privatkunden habe man durch die Umstrukturierung nicht verloren. Hier wolle man auch in diesem Jahr moderat wachsen.stek

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