Wirtschaft : Lohnsenkungen: Wirtschaftsforscher für Gehaltskürzungen

Drastische Lohnsenkungen zum Abbau der Arbeitslosigkeit hat das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim vorgeschlagen. Kürzungen zwischen zehn und 34 Prozent bei gering qualifizierten Arbeitnehmern seien nötig, um die Arbeitslosenquote zu halbieren, heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Untersuchung von ZEW-Präsident Wolfgang Franz und Franz Fitzenberger. Die realen Gehaltseinbußen fielen jedoch geringer aus, da ein Lohnverzicht sich zum Teil in niedrigeren Verbraucherpreisen niederschlagen würde. "Wir wollten das zur Diskussion stellen, weil wir nach wie vor großen Handlungsbedarf in der Lohnpolitik sehen", sagte Franz. Die Arbeitslosenquote bei den gering Qualifizierten liege bei 20 Prozent. Eventuelle Lohnsenkungen im Niedriglohnbereich müssten aber durch Ausgleichszahlungen des Staates flankiert werden, damit sich die Arbeitsaufnahme etwa für Sozialhilfeempfänger auch lohne.

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