Lokführer bekommen mehr Lohn : Kein Streik-Sommer bei der Bahn

Der Tarifstreit zwischen Deutscher Bahn und der Lokführer-Gewerkschaft GDL ist beigelegt. Für die Beschäftigten bedeutet der neue Tarifabschluss mehr Lohn. Und die Reisenden müssen während der Ferienzeit keine Bahnstreiks befürchten.

Der Chef der Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL), Claus Weselsky, und der Personalvorstand der Deutsche Bahn AG, Ulrich Weber, geben sich am frühen Dienstagmorgen (24.07.2012) in Berlin nach einer Pressekonferenz die Hand.
Der Chef der Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL), Claus Weselsky, und der Personalvorstand der Deutsche Bahn AG, Ulrich Weber,...Foto: dpa

Nach mehrstündigen Verhandlungen einigten sich die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und die Deutsche Bahn (DB) am frühen Dienstagmorgen in Berlin auf einen Tarifabschluss für die mehr als 20.000 Lokführer. Danach steigen die Löhne rückwirkend zum 1. Juli dieses Jahres um 3,8 Prozent. Ab 1. November 2013 folgt eine weitere Erhöhung um 2,4 Prozent. Darüber hinaus wird die betriebliche Altersversorgung um ein Prozent angehoben. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten.

Die Gespräche seien in der Sache hart, aber im Ton sehr fair gewesen, sagte DB-Personalvorstand Ulrich Weber nach der zweiten Verhandlungsrunde. „Wenngleich wir an die Grenze des Machbaren gegangen sind, zeigt das Ergebnis Augenmaß.“ Der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky sprach von einer „durchaus beachtenswerten Verhandlungsleistung“ und einer „beachtlichen Erhöhung“ der Einkommen. Der Abschluss erhöhe die Attraktivität des Lokführerberufs, betonte er.

Die erste Verhandlungsrunde war ohne Ergebnis geblieben. Die GDL war mit einer Forderung von sieben Prozent mehr Entgelt bei einjähriger Laufzeit des neuen Tarifvertrags in die Verhandlungen gegangen. Die Bahn hatte in der ersten Runde auf zwei Jahre verteilt eine mehrstufige Erhöhung um insgesamt 5,5 Prozent angeboten. Der alte Tarifvertrag war Ende Juni ausgelaufen.

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Vereinbart wurde ebenfalls die Fortsetzung der gemeinsamen Ausbildungsinitiative. Ziel ist es, in diesem Jahr die Zahl die Lokführer-Auszubildenden auf rund 500 zu erhöhen und diesen Trend fortzuführen. (dapd)

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