Wirtschaft : Lokführer lehnen Kompromiss ab GDL wartet auf Gerichtsentscheid

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Berlin (hop). Die Bahn steuert weiter auf Streiks zu. Die Lokführergewerkschaft GDL hat am Mittwoch ein erneutes Gesprächsangebot der Bahn zurückgewiesen. Der Konzern will mit allen drei Bahngewerkschaften am 28. April über – nach eigenen Angaben – „lokführerspezifische Fragen“ sprechen. Gerda Seibert, die Sprecherin der GDL, sagte dem Tagesspiegel: „Die Bahn kann mit uns über einen Spartentarifvertrag reden, sonst über nichts.“ Doch das lehnt die Bahn weiterhin ab. Am Mittwoch bekräftigte Personalvorstand Norbert Bensel: „Die Lokführer aus dem einheitlichen Tarifwerk herauszunehmen, wäre personalpolitisch falsch.“

Laut GDLChef Manfred Schell erwägt die Gewerkschaft, eine Urabstimmung über Streiks schon bald durchzuführen. GDL-Sprecherin Seibert, sagte allerdings, die Tarifkommission habe das noch nicht entschieden. Die Gewerkschaft warte auf das Urteil des Frankfurter Arbeitsgerichts, das am kommenden Freitag gefällt werden soll. Das Gericht hatte der GDL Streiks per einstweiliger Verfügung untersagt. Wird das Verbot aufrecht erhalten, will die GDL vor das Hessische Landesarbeitsgericht ziehen. In dem Fall mache „eine Urabstimmung zunächst keinen Sinn“, sagte Seibert. Dann müsse das nächste Urteil abgewartet werden. Die Bahn wiederum kündigte an, im Zweifel durch alle Instanzen gehen zu wollen.

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