Lokführer-Streiks : Fahrgastverband: GDL-Chef Schell soll Kur abbrechen

Der Chef der Lokführergewerkschaft GDL bläst zum großen Streik und fährt selbst in Kur an den Bodensee - sehr zum Missfallen des Fahrgastverbandes Pro Bahn. Der forderte Schell nun auf, umgehend zurückzukommen und vor Ort zu kämpfen.

Schell
GDL-Chef Manfred Schell muss seine Kur während der Lokführer-Streiks verteidigen. -Foto: ddp

HamburgDer Fahrgastverband Pro Bahn hat den Chef der Lokführergewerkschaft GDL, Manfred Schell, zum Abbruch seiner dreiwöchigen Kur am Bodensee aufgefordert. "Wenn man kämpfen will, muss man richtig kämpfen und vor Ort sein", sagte ProBahn-Chef Karl-Peter Naumann der "Bild"-Zeitung. Schell hatte die Kur in Radolfzell am Bodensee am Dienstag angetreten. Für die Auseinandersetzung mit der Bahn ist nun sein Stellvertreter und designierter Nachfolger Claus Weselsky zuständig.

Schell selbst sagte der "Bild", er habe zwar keine "ernsthafte Erkrankung. Aber nach 50 Jahren im Berufsleben, ohne einen Tag gefehlt zu haben, habe ich gedacht: Jetzt ist auch mal Zeit für eine Kur, quasi zum Abschied aus dem Berufsleben." Schell will seinen Posten als Vorsitzender der GDL im Frühjahr räumen. (mit AFP)

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