Lokführer verhandeln : Bahnkunden müssen vorerst keinen Streik fürchten

Die Bahn hat den Lokführern ein neues Tarifangebot gemacht, das diese nicht einfach ablehnen wollen. Ein weiterer Streik ist deshalb vorerst vom Tisch. Das gilt jedoch nicht für die Bahn-Konkurrenten.

GDL-Chef Claus Weselsky kehrt vorerst an den Verhandlungstisch zurück.
GDL-Chef Claus Weselsky kehrt vorerst an den Verhandlungstisch zurück.Foto: dapd

Die Lokführergewerkschaft GDL setzt ihre Streiks bei der Deutschen Bahn aus und nimmt wieder Tarifverhandlungen auf. Das kündigte die Organisation am Mittwochabend in Frankfurt an. Die Bahn habe der GDL „innerhalb der gesetzten Frist ein verbessertes und damit verhandlungsfähiges Angebot zugesendet“, hieß es in einer Mitteilung.

   Während der Verhandlungen werde bei der Bahn nicht gestreikt, sagte eine GDL-Sprecherin. Die Bahn begrüßte die Rückkehr der GDL an den Verhandlungstisch. Die GDL hatte die Verhandlungen Ende Januar abgebrochen.

   Die Gewerkschaft will einheitliche Tarifstandards für etwa 26.000 Lokführer im Nah-, Fern- und Güterverkehr durchsetzen. Sie fordert Löhne auf dem Niveau des Marktführers Deutsche Bahn sowie fünf Prozent Aufschlag. Die Lokführer hatten den Schienenverkehr zuletzt mehrmals bundesweit bestreikt.

   Die Zusage der GDL, vorerst nicht zu streiken, gilt nicht für die Konkurrenten der Deutschen Bahn im regionalen Personenverkehr. Diese Unternehmen müssten in den nächsten Tagen die ernsthafte Bereitschaft erkennen lassen, über einen Flächentarifvertrag für Lokführer verhandeln zu wollen. Sonst seien weitere Arbeitskämpfe programmiert, teilte die GDL mit. (dpa)

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