Wirtschaft : Lokführer „vorsichtig optimistisch“

Am Montag wird wieder verhandelt

Berlin – Nach der Einigung auf eine neue Einkommensstruktur bei der Deutschen Bahn wächst die Hoffnung, dass auch der Tarifstreit mit den Lokführern beigelegt werden kann. Deren Gewerkschaft GDL äußerte sich zwar am Freitag nicht zu den Erfolgsaussichten der für Montag vorgesehenen Tarifverhandlungen und verwies auf das vereinbarte Stillschweigen. Ein Bezirksvorsitzender der Gewerkschaft, der ungenannt bleiben wollte, sagte dem Tagesspiegel aber, er sei „vorsichtig optimistisch“. Die neue Einkommensstruktur, die die anderen Bahn-Gewerkschaften Transnet und GDBA vereinbart hatten, sei erst durch die Streiks der Lokführer möglich geworden. „Darauf kann man stolz sein.“

Auch der GDL-Vorsitzende Manfred Schell reklamierte die neue Einkommensstruktur als Erfolg für sich. Er freue sich, dass die Bahn wieder auf die Menschen im Unternehmen zugehe und sich langsam eine differenzierte Sicht auf einzelne Gruppen und ihre Wertigkeit im Unternehmen durchsetze, sagte er im WDR.

Die neue Einkommensstruktur sieht nach Bahn-Angaben vor, die Löhne aller Mitarbeiter bis Ende 2010 um mindestens zehn Prozent zu erhöhen. Außerdem wurde vereinbart, dass die GDL unter einem Dachtarifvertrag einen eigenen Tarifvertrag aushandeln darf. Ob das den Lokführern reicht, ließ Schell offen. Sollten die Verhandlungen scheitern, könnte es neue, unbefristete Streiks geben. mod

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