LTU-Tarifkonflikt : Pilotenstreik sorgt bundesweit für Verspätungen

Die Piloten-Gewerkschaft Cockpit hat aufgrund des Tarifkonflikts zum Streik bei der Air-Berlin-Tochter LTU aufgerufen. Bundesweit kommt es zu Verzögerungen

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Streik. Mehrere hundert Air-Berlin-Flüge sind betroffen. -Foto: dpa

Die Arbeitsniederlegung der Piloten hat bundesweit auf etlichen deutschen Flughäfen zu erheblichen Verspätungen und vereinzelten Ausfällen geführt. Flüge von Düsseldorf, Köln/Bonn, Saarbrücken und Stuttgart nach Berlin-Tegel verspäteten sich teilweise um mehrere Stunden.

An weiteren größeren deutschen Flughäfen wie Hamburg und Hannover kündigte Air Berlin erhebliche Verspätungen an. In Nordrhein-Westfalen waren auch kleinere Flughäfen wie Dortmund, Münster/Osnabrück und Paderborn/Lippstadt betroffen. Das ganze Ausmaß der Verspätungen ist noch nicht absehbar, da der um 05.30 Uhr begonnene Streik bis 21.30 Uhr dauern soll. Den ganzen Tag ist daher mit Verzögerungen im Flugverkehr zu rechnen.

Hintergrund des Streiks ist ein Tarifkonflikt um die Bezahlung der Piloten. Air Berlin hält Arbeitsniederlegungen angesichts des Verhandlungsstands und des schwierigen Umfelds der Branche für nicht angemessen. Der Konzern hatte angeboten, die Einkommen der 336 LTU-Piloten rückwirkend zum 1. Januar um zwei Prozent zu erhöhen. Außerdem soll es zum 1. April 2010 einen Inflationsausgleich und einen Kündigungsschutz bis Ende 2010 geben. Cockpit hat dies als nicht ausreichend zurückgewiesen und fünf Prozent mehr Geld für die Piloten verlangt. Am Dienstag wollen beide Parteien zu neuen Verhandlungen zusammentreffen.
 

Quelle: ZEIT ONLINE, dpa, Reuters

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