Wirtschaft : Luft- und Raumfahrtgigant baut auf Super-Airbus

Europas neuer Luft- und Raumfahrtgigant EADS will nach einem Zeitungsbericht noch vor seinem ersten Börsengang Mitte Juli über den offiziellen Verkaufsstart des neuen Super-Airbus A3XX entscheiden. Dazu sowie zur Produktion und Standortaufteilung des europäischen Riesenflugzeuges müsse vor dem Börsenstart eine umfassende Entscheidung getroffen werden, zitierte die "Financial Times" am Mittwoch den Chef der französischen Aerospatiale Matra, Philippe Camus, der gemeinsam mit Dasa-Chef Rainer Hertrich die EADS-Führung übernimmt.

Das französische Wirtschafts- und Finanzministerium teilte am Mittwoch mit, die Hauptversammlungen der drei vor der Fusion stehenden Unternehmen kämen noch vor Ende Mai zusammen, um über ihre künftigen Aktivitäten zu beraten. Einzelheiten wurden nicht bekannt gegeben.

Camus begründete die Dringlichkeit einer schnellen Entscheidung mit dem Börsengang von EADS. "Je größer die Sicherheit über das Airbus-Projekt ist, desto positiver werden die Finanzmärkte darauf reagieren", sagte er. Eine für den 26. Mai geplante Sitzung des Airbus-Konsortiums zum Verkaufsstart war am vergangenen Freitag verschoben worden. EADS steht für "European Aeronautic Defence and Space Company" und ist der bevorstehende Zusammenschluss der Konzerne Dasa, der französischen Aérospatiale Matra und der spanischen Casa. Die dem Pariser Ministerium unterstellte Privatisierungskommission hat unterdessen die Fusion der drei europäischen Flugzeugbauer zu EADS genehmigt. Der neue Konzern wird weltweit das drittgrößte Luft- und Raumfahrtunternehmen mit rund 42 Milliarden Mark Umsatz und 96.000 Beschäftigten.

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