Wirtschaft : Luftfahrt: Boeing in der Warteschleife

phs

Boeing und Bombardier sind die Namen, die im Zusammenhang mit der Pleite von Dornier als mögliche Übernahmekandidaten gehandelt werden.

Der US-Konzern Boeing ist die unbestrittene Nummer eins unter den Luftfahrtunternehmen weltweit. Mit 58,2 Milliarden Dollar lag der Umsatz im vergangenen Jahr etwa doppelt so hoch wie bei Europas größtem Luft- und Raumfahrtunternehmen EADS mit seiner Airbus-Tochter. Nachdem Boeing im vergangenen Jahr die Marktführerschaft behaupten konnte, überrascht das Unternehmen jetzt ein Umsatzeinbruch. Der US-Konzern erwartet nach eigenen Angaben einen Rückgang der verkauften Maschinen um mehr als 30 Prozent auf 350 bis 400 Stück. Der Konzern beschäftigt nach eigenen Angaben zurzeit weltweit mehr als 190 000 Mitarbeiter.

Wegen der rückläufigen Produktion will Boeing jetzt 30 000 Stellen in der Zivilluftfahrtproduktion streichen. Boeing Konzernchef Phil Condit startete mit Zukäufen in den Bereichen Satelliten, Service und Dienstleistungen in den vergangenen Jahren eine Globalisierungsstrategie.

Als weiterer Interessent gilt der kanadische Konzern Bombardier, auch wenn er am Dienstag Gespräche mit Donier dementierte. Bombardier ist nach Boeing und Airbus die dritte Kraft unter den weltweiten Flugzeugproduzenten. Die Kanadier haben sich auf die Herstellung kleinerer Maschinen für maximal 60 Personen spezialisiert. Auch die Lufthansa greift für ihre Regionalflugverbindungen gerne auf die Flugzeuge "Learjet" und "Dash" von Bombardier zurück. Die Hälfte des Umsatzes macht Bombardier jedoch in Bereichen außerhalb der Luftfahrt. An einer Übernahme von Dornier sollen außerdem die brasilianische Firma Embraer, der zweitgrößte Hersteller von Regionalflugzeugen, und die amerikanische Firma Raytheon interessiert sein.

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