Luftfahrt : EADS will Umsatz bis 2020 verdoppeln

Vor allem dank seiner Flugzeugtochter Airbus will EADS seinen Umsatz bis 2020 kräftig erhöhen. In diesem Jahr fürchtet der Konzern allerdings weniger Aufträge. Der Grund: die hohen Treibstoffpreise. Unterdessen gehen Ermittlungen wegen des Verdachts auf Insiderhandel weiter.

Amsterdam/ParisDer Flugtechnikkonzern EADS will seinen Umsatz von 2008 bis 2020 auf rund 80 Milliarden Euro verdoppeln. Davon solle die Hälfte auf die größte Konzerntochter Airbus entfallen, sagte EADS-Chef Louis Gallois am Montag bei der Hauptversammlung in Amsterdam. Wirtschaftlich laufe beim Konzern in diesem Jahr alles nach Plan. Der Auftragseingang dürfte sich aber wegen der hohen Treibstoffpreise abschwächen.

Bei den Ermittlungen der französischen Börsenaufsicht AMF wegen Insiderhandels mit EADS-Aktien stellten sich die Aufseher hinter die verdächtigten Führungskräfte. "Wir haben volles Vertrauen in die persönliche Integrität und die Professionalität unserer Manager", sagte EADS-Präsident Rüdiger Grube auf der Hauptversammlung.

Die AMF verdächtigt 17 Vertreter der Hauptaktionäre Daimler und Lagardère sowie Airbus- und EADS-Top-Manager, illegal Millionen verdient zu haben, weil sie EADS-Aktien verkauften, bevor im Juni 2006 das Ausmaß der Probleme mit dem Großflugzeug A380 bekanntgemacht wurde. Auch die französische Justiz ermittelt in dem Fall. Sie soll nach Pariser Presseberichten den einstigen Airbus-Chef und EADS-Co-Chef Noël Forgeard für diesen Mittwoch vorgeladen haben. Forgeard und seine Kinder sollen 6,7 Millionen Euro mit den Aktien verdient haben. (mfa/dpa)

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