Wirtschaft : Luftfahrt leidet unter hohen Ölpreisen Air Berlin steigert Auslastung

Berlin/Singapur - Die Fluggesellschaften weltweit werden in diesem Jahr wegen des hohen Ölpreises und der Japan- Katastrophe nur halb so viel Gewinn einfliegen wie erhofft. Das ist ein herber Rückschlag für Unternehmen wie Lufthansa, Air Berlin oder Air France-KLM, die sich gerade erst von den Geschäftseinbrüchen im Zuge der Finanzkrise erholt haben. Und es kommen neue Belastungen auf die Branche zu: China droht mit Vergeltung, falls die EU wie geplant eine neue CO2-Abgabe für Flugreisen einführt.

Die Unternehmen werden nach Angaben des Branchenverbandes IATA 2011 insgesamt nur noch vier Milliarden Dollar Gewinn machen – das ist weniger als die Hälfte des bislang erwarteten Jahresprofits von 8,6 Milliarden Dollar. Und selbst diese im März kurz vor dem Japan-Beben vorgestellte Prognose war bescheiden, nachdem die Airlines im Vorjahr noch rund 18 Milliarden Dollar verdient hatten. Einer der Hauptgründe: teures Öl.

Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft Air Berlin spricht auch von einer zu geringen Gewinnmarge, konnte in den ersten fünf Monaten dieses Jahres Passagierzahlen und Kapazitätsauslastung aber steigern. Von Januar bis Mai wurden mit 12,95 Millionen Passagieren 770 000 oder 6,3 Prozent mehr befördert als im Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Die Kapazitätsauslastung erhöhte sich um 2,6 Prozentpunkte auf 74,1 Prozent. Im Mai allein wurden mit 3,3 Millionen Passagieren 120 000 oder 3,9 Prozent mehr befördert als im Vorjahresmonat. Die Auslastung erhöhte sich um 2,1 Prozentpunkte auf 75,8 Prozent. Am heutigen Dienstag kommen die Anteilseigner des Unternehmens in London zu ihrer Hauptversammlung zusammen. rtr/dpaAIR BERLIN]

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