Luftfahrt : Warnstreiks der Lufthansa-Flugbegleiter haben begonnen

Ärgernis für viele Fluggäste: Das Kabinenpersonal der Lufthansa ist in Berlin und Frankfurt am frühen Morgen in einen sechsstündigen Streik getreten. Zahlreiche Flüge wurden daraufhin gecancelt.

Lufthansa-Maschine
Stillstand für Lufthansa-Maschinen: Ohne Bordpersonal können die Flieger nicht starten. -Foto: ddp

Frankfurt/MainBei der Lufthansa haben am Mittwochmorgen neue Warnstreiks der Flugbegleiter begonnen. Die Aktionen seien wie geplant um sechs Uhr in Berlin und Frankfurt am Main gestartet, sagte Joachim Müller von der Unabhängigen Flugbegleiter-Organisation (Ufo). Er ging davon aus, dass dieses Mal auch Langstreckenflüge betroffen sein werden. Die Warnstreiks sollen sechs Stunden dauern. Auf der Internetseite der Lufthansa wurden bereits kurz nach Beginn der Aktionen erste Flüge als annulliert vermeldet.

Die Gewerkschaft Ufo will mit den Warnstreiks im Tarifkonflikt den Druck auf den Arbeitgeber erhöhen. Bereits vergangene Woche waren wegen eines dreistündigen Warnstreiks 44 Flüge auf der Kurz- und Mittelstrecke ausgefallen. Die Lufthansa hat heute planmäßig für die Streikzeit 100 Abflüge ab Frankfurt und 22 Abflüge ab Berlin auf dem Programm. Das Unternehmen will versuchen, vor allem die Langstreckenverbindungen trotz des Streiks weiterhin zu bedienen.

Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation will für die rund 16.000 Flugbegleiter der Lufthansa Einkommenserhöhungen von 15 Prozent bei einem Jahr Laufzeit durchsetzen. Die Lufthansa hatte ein Gesamtpaket von rund zehn Prozent einschließlich einer Ergebnisbeteiligung bei 14 Monaten Laufzeit vorgelegt. (sba/dpa/AFP)

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