Wirtschaft : Luftfahrt: Weniger Passagiere auf den deutschen Flughäfen

Die Terror-Anschläge in den USA haben auch den Flugverkehr in Deutschland empfindlich getroffen. Im internationalen Verkehr registrierten die Flughäfen im September deutliche Rückgänge der Passagierzahlen. Bis zu den Anschlägen habe sich eine Erholung abgezeichnet, danach sei das Passagieraufkommen spürbar eingebrochen, berichtete die Frankfurter Flughafengesellschaft Fraport am Donnerstag. Auf dem größten deutschen Airport, dem Rhein-Main-Flughafen, sank die Zahl der Passagiere im September im Vergleich zum Vorjahr um 7,2 Prozent auf 4,4 Millionen. Vergleichbare Einbrüche habe es zuletzt während des Golfkriegs 1991 gegeben. Für den Nordamerikaverkehr, der im vergangenen Jahr in Frankfurt 14,4 Prozent des Passagieraufkommens und 7,4 Prozent der Fracht ausmachte, gibt es allerdings keine gesonderten Zahlen. Auch andere deutsche Flughäfen meldeten spürbare Auswirkungen der Anschläge. Vom Köln/Bonner Flughafen reisten nach Angaben eines Sprechers im September 40 000 Passagiere weniger ab, ein Minus von sechs Prozent. "Diesen Rückgang führen wir in vollem Umfang auf die Angst der Menschen nach den Terroranschlägen in den USA zurück", sagte der Sprecher. Aus Hamburg-Fuhlsbüttel starteten in der Woche vom 17. bis 23. September 60 Prozent weniger Passagiere in Richtung New York als in der Woche vor den Anschlägen, für Ziele in den gesamten USA sank die Zahl der Passagiere um 48 Prozent. Die einzige tägliche Verbindung von Stuttgart in die USA verzeichnete im September ein Nachfrage-Minus von 20 Prozent. Der Flughafen München meldete einen Rückgang der Passagierzahlen im Nordatlantik-Verkehr um 26 Prozent.

Trotz des Rückgangs im September verzeichnete der Frankfurter Flughafen für die ersten neun Monate dieses Jahres bei den Passagierzahlen ein leichtes Plus von 1,4 Prozent auf 38,1 Millionen, bei der Fracht ein Minus von 4,6 Prozent auf 1,1 Millionen Tonnen. Den Rückgang bei der Fracht, der im September bei 13,3 Prozent lag, führt Fraport-Chef Wilhelm Bender vor allem auf konjunkturelle Schwankungen zurück.

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