Wirtschaft : Luftfahrtbündnis führt mit der französischen Bahn Gespräche

kol

Die Star Alliance, das internationale Bündnis von Fluggesellschaften um die Deutsche Lufthansa, plant, ein gemeinsames Vielfliegerprogramm einzuführen. Das Programm, das bereits in Hongkong und Frankreich erste Tests durchlaufen hat, könnte bald die insbesondere bei Geschäftsreisenden beliebten Meilenprogramme der beteiligten Fluggesellschaften, wie etwa Miles & More der Lufthansa oder Mileage Plus von United Airlines ersetzen. "Langfristig streben wir eine Integration der Meilenprogramme an," bestätigt Dieter Grotepass, zuständiges Mitglied des Management Board der Star Alliance.

Unter dem Titel "Star Miles" startet nun ein erstes Pilotprojekt in Frankreich. Die Auswahl dieses Testmarktes ist nicht zufällig. Denn in Frankreich haben alle Star-Alliance-Mitglieder starke Umsätze, ein französisches Mitglied, dessen Vielfliegerprogramm dann direkt betroffen wäre, gibt es aber in dem Bündnis nicht. "Wir haben in Frankreich noch einen weißen Fleck," bekennt auch Star-Alliance-Manager Grotepass. Denn freie Fluggesellschaften, die sich dem Bündnis noch anschließen könnten, gibt es in dem Land nicht mehr. Deswegen führt die Star Alliance jetzt Gespräche mit der staatlichen Eisenbahngesellschaft SNCF über eine engere Zusammenarbeit. Denkbar wäre dann auf lange Sicht sogar wohl auch eine Beteiligung der SNCF an dem Vielfliegerprogramm.

Bisher hatte die Star Alliance nur die stärkere Verknüpfung der verschiedenen Meilenprogramme vorangetrieben. So werden alle bei Flügen mit einer Fluggesellschaft gesammelten Meilen bei allen anderen Partnerairlines anerkannt. Zugleich können Vielflieger bereits ab einer bestimmten Zahl von Meilen den Status "Star Alliance Gold" oder "Star Alliance Silver" erwerben. Dies gibt ihnen zahlreiche Vorteile etwa bei Check-in oder Lounge-Besuch bei allen der bald 13 Star-Alliance-Partnern.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben