Luftfahrtindustrie : Arabische Airlines helfen Airbus aus der Krise

Nach Krisen und Entlassungen kann sich Airbus wieder über positive Nachrichten freuen: die Airlines Emirates und Qatar Airways haben insgesamt elf Maschinen des Großraumjets A380 bestellt. Beide Fluggesellschaften haben zudem große Stückzahlen des Typs A350 XWB geordert.

Airbus A380
Doch noch nachgefragt: der kriselnde Airbus A380. -Foto: AFP

ParisFranzösischen Presseberichten zufolge kann sich Airbus über elf weitere Bestellungen für den A380 freuen. Die Fluggesellschaft Emirates werde acht Riesenmaschinen vom Typ Airbus A380 kaufen und 60 bis 100 Langstreckenmaschinen vom Typ A350 XWB bestellen, berichtete die Wirtschaftszeitung "Les Echos". Dieser bislang größte Auftrag des Jahres werde zu Beginn der Luftfahrtmesse Le Bourget verkündet und habe einen Wert von mehr als 15 Milliarden Dollar (mehr als elf Milliarden Euro).

Die Fluggesellschaft Qatar Airways werde ebenfalls ihre Bestellung von 80 Maschinen des Typs A350 bestätigen sowie weitere A380 zu den beiden bereits georderten anfordern, berichtete die Zeitung "La Tribune". Emirates ist der wichtigste Kunde von Airbus. Die Fluggesellschaft hatte bereits Anfang Mai vier Airbus A380 im Katalogwert von 1,22 Milliarden Dollar bestellt und eine frühere Order von 43 der Riesenflugzeuge bestätigt.

Die Fluggesellschaft Qatar Airways hat beim Flugzeugbauer Airbus ebenfalls drei weitere Exemplare des A380 bestellt. Die halbstaatliche Airline aus dem Emirat Katar bestätigte gleichzeitig die milliardenschwere Order für 80 Langstreckenflieger des neuen Typs A350 XWB. Die Aufträge haben laut Katalog einen Wert von insgesamt fast 18,2 Milliarden Dollar (13,7 Milliarden Euro), wobei die A380-Maschinen mit 957 Millionen Dollar zu Buche schlagen. Mit der Order steigt die Zahl der von Qatar Airways bestellten Exemplare des Super-Airbus auf insgesamt fünf.

Den A350-Auftrag hatte Qatar Airways im Mai angekündigt. Es ist die bisher größte Order für das Langstreckenflugzeug, das in den vergangenen Jahren in schwere Turbulenzen geraten war. Airbus hatte die Maschine ursprünglich als Fortentwicklung des A330 anbieten wollen. Nach Protesten der Kunden musste der Konzern das Flugzeug von Grund auf neu entwickeln. Durch den Einsatz von Verbundstoffen statt Metall soll die Maschine nun wesentlich spritsparender sein. Wegen der Neuentwicklung kommt das Flugzeug aber erst 2013 auf den Markt und damit fünf Jahre später als das Konkurrenzmodell B787 Dreamliner des US-Rivalen Boeing. (mit AFP)

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