Luftfahrttechnik : Traumstart für MTU

Der anhaltende Boom in der Luftfahrtindustrie beschert dem Triebwerkshersteller MTU einen Traumstart ins Geschäftsjahr. Der Umsatz ist im ersten Quartal um zwölf Prozent gestiegen.

München - Eine lebhafte Nachfrage der großen Flugzeughersteller hat dem Triebwerkshersteller MTU Aero Engines zum Start ins Geschäftsjahr ein deutliches Umsatzplus verschafft. "Wir bewegen uns in einem ziemlich robusten Marktumfeld, die Auftragslage ist gut", sagte MTU-Chef Udo Stark. Die Ziele für das Gesamtjahr bekräftigte Stark, der das Unternehmen zum Jahresende verlässt. "Wir sind zuversichtlich, unverändert stärker als der Markt zu wachsen."

Zwischen Januar und Ende März seien die Erlöse von 574,5 auf 640,6 Millionen Euro gestiegen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) verbesserte sich von 68,8 auf 90,6 Millionen Euro. Unterm Strich stagnierte das Ergebnis aber wegen einer Sonderbelastung auf Vorjahresniveau. Der bereinigte Überschuss lag bei 26,1 Millionen Euro, nach 25,8 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Belastend wirkte die vorzeitige Rückzahlung einer Anleihe Anfang des Jahres. Ohne diesen Sonderposten hätte der Gewinn bei 37,5 Millionen Euro gelegen.

Instandhaltung an der Gewinnspitze

Zu dem Umsatzanstieg um zwölf Prozent hätten alle Geschäftsbereiche beigetragen, hieß es. Das größte Plus erzielte MTU in der Instandhaltung für Triebwerke von Passagiermaschinen, wo die Erlöse um 14 Prozent auf 262,3 Millionen Euro zulegten. Im Geschäft mit Triebwerken für Verkehrsflugzeuge wuchsen die Erlöse um elf Prozent auf 273,1 Millionen Euro, das militärische Triebwerks-Geschäft legte um 8 Prozent auf 110,7 Millionen Euro zu. Zu den größten Umsatzträgern in der zivilen Instandhaltung gehört das Triebwerksprogramm V2500 als Antrieb der Airbus-Familie A320.

Für das Gesamtjahr strebt MTU Aero Engines einen Umsatz von 2,6 Milliarden Euro an, nach 2,4 Milliarden Euro im Vorjahr. Der bereinigte Jahresüberschuss soll sich von 121,8 Millionen auf 140 Millionen Euro verbessern. Zum Wachstum soll unter anderem die Aufstockung des Anteils am Triebwerke-Programm für das Kampfflugzeug F414 auf mittlerweile knapp sechs Prozent beitragen. Gegen Währungsbelastungen durch den schwachen Dollar sieht sich das Unternehmen weitgehend abgesichert, es bleibe allenfalls ein "kleines Restrisiko", sagte MTU-Finanzvorstand Reiner Winkler. (tso/dpa)

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