Wirtschaft : Lufthansa: Der Pilotenstreik schwächt den Flughafen Frankfurt

Die Fraport AG als Betreiberin des Frankfurter Flughafens rechnet für 2001 mit steigenden Umsätzen, sieht aber im Tarifstreit der Lufthansa mit ihren Piloten ein erhebliches Risiko für das eigene Geschäft. Das Unternehmen teilte am Montag in einem vorläufigen Verkaufsprospekt für den Börsengang mit, insgesamt würden für dieses Jahr steigende Umsätze erwartet. Auch die Verkehrszahlen dürften zunehmen, jedoch werde das Wachstum geringer ausfallen als im ersten Quartal. Angaben zum erwarteten Ergebnis machte der Konzern nicht. "Sollte die Tarifauseinandersetzung bei dem Hauptkunden von Fraport, der Lufthansa, weiter andauern oder sich wesentlich ausweiten, könnte sich dies erheblich negativ auf die Ergebnisentwicklung des Geschäftsjahres 2001 auswirken", hieß es allerdings.

Fraport will im Juni an die Börse gehen und veröffentlichte dafür am Montag im Internet ihren vorläufigen Verkaufsprospekt. Darin teilte Fraport mit, der bisherige Verlauf des Jahres sei durch ein Wachstum des Luftverkehrsaufkommens geprägt gewesen, das die positiven operativen Erwartungen der Gesellschaft bislang bestätigt habe. So habe die Anzahl der Passagiere im ersten Quartal um 6,2 Prozent, die Zahl der Flugbewegungen um rund 1,5 Prozent und das Frachtaufkommen um 6,1 Prozent zugenommen. "Die Gesellschaft geht allerdings davon aus, dass die Steigerungsraten der Verkehrszahlen für das Geschäftsjahr 2001 unter denen des erste Quartals liegen werden", hieß es.

Im Jahr 2000 hatte Fraport bei einem Umsatz von gut drei Milliarden Mark einen Überschuss von 252,3 Millionen Mark erwirtschaftet. Das Hauptgeschäft von Fraport ist der Betrieb des Frankfurter Flughafens, der zuletzt nach Passagierzahlen der zweitgrößte Flughafen in Europa nach London-Heathrow war. Im Rahmen des Börsengangs will Fraport 22,7 Millionen neue Stammaktien zum Kauf anbieten. Außerdem sind 3,405 Millionen Aktien für eine Mehrzuteilungsoption vorgesehen. Durch den Börsengang sinkt der Anteil der bisherigen Alleineigentümer Land Hessen, Bund und Stadt Frankfurt auf 71,03 Prozent, sofern die Mehrzuteilungsoption ausgeübt wird. In einem Konsortialvertrag der Altaktionäre wurde nach Angaben von Fraport festgeschrieben, dass die öffentliche Hand für 30 Jahre einen Anteil von zumindest 51 Prozent des Grundkapitals behalten wird.

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