Wirtschaft : Lufthansa erhält Ermäßigung Einigung mit dem Frankfurter Flughafen

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Frankfurt am Main Der größte deutsche Flughafenbetreiber Fraport und sein wichtigster Kunde Lufthansa haben sich nach monatelangen Verhandlungen auf einen Kompromiss für die künftige Bodenabfertigung in Frankfurt am Main geeinigt. Fraport räumte dem Lufthansa-Konzern am heimischen Drehkreuz Frankfurt erhebliche Preisnachlässe ein, die Lufthansa eigenen Angaben zufolge jährliche Einsparungen im zweistelligen Millionenbereich bringen. Konkrete Zahlen nannte Lufthansa-Bereichsvorstand Carsten Spohr am Dienstag bei Unterzeichnung des neuen Servicevertrages nicht.

Neben niedrigeren Preisen seien auch Maßnahmen zu mehr Pünktlichkeit und Qualität der Bodenabfertigung vereinbart worden, sagte Spohr. Der neue Vertrag gilt ab 2006 für fünf Jahre.

Lufthansa stellt derzeit rund 60 Prozent des Flugverkehrs am zweitgrößten Flughafen Europas. Täglich werden 350 Flugzeuge der Lufthansa zweimal be- oder entladen. Im vergangenen Jahr beliefen sich die Kosten der Fluggesellschaft für Fraport-Bodendienste auf etwa 160 Millionen Euro. Lufthansa hatte die Forderung nach Preissenkungen mit dem weltweiten Kostendruck begründet. Während insbesondere den expandierenden Billigfliegern auf diversen Flughäfen massive Vergünstigungen eingeräumt werden, gelten die Gebühren in Frankfurt als überaus hoch. Aus Verhandlungskreisen war vor Ende der Gespräche bekannt geworden, dass die Fluggesellschaft künftig 30 bis 40 Millionen Euro weniger pro Jahr für die Bodenabfertigung aufwenden muss. Zu Beginn der Gespräche war ein Sparziel von 50 Millionen Euro genannt worden. Aus Verhandlungskreisen hieß es, Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber habe bei einzelnen Positionen noch auf Nachbesserungen gedrängt. ebe/HB

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