Wirtschaft : Lufthansa fällt harte Sparbeschlüsse Kapazitäten werden reduziert

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Frankfurt (Main) (dpa/ebe/HB). Die Lufthansa greift wegen der anhaltenden Konjunkturkrise zu neuen massiven Einschnitten und einem sofortigen Einstellungsstopp. Die Kapazität werde um weitere zehn Flugzeuge reduziert, die Investitionen sollen um 200 Millionen Euro gekürzt werden, beschloss der Vorstand am Mittwoch. Noch dieses Jahr sollen alle Konzernbereiche zusätzlich 100 Millionen Euro einsparen. Ein Krieg im Irak würde neue Kostensenkungen erforderlich machen, sagte Vorstandschef Jürgen Weber. „Es besteht dringender Handlungsbedarf.“ Die LufthansaAktie fiel nach der Ankündigung am Abend an der Frankfurter Börse um 1,6 Prozent auf 8,29 Euro.

Der seit Herbst zu verzeichnende Rückgang der Zahl der Geschäftsreisenden und der Durchschnittserlöse bei Passagierflügen habe sich zu Beginn des Jahres weiter verschärft, hieß es. Zudem habe der Rohöl-Preis neue Höchststände erreicht. Den Planungen zufolge sollen in den kommenden Wochen insgesamt 31 Flugzeuge der Konzernflotte und weitere 15 Jets bei Partnergesellschaften am Boden bleiben. Sie fliegen sonst im Deutschland- und Europaverkehr. Erst Ende Januar hatte der Vorstand die vorläufige Stilllegung von neun Maschinen beschlossen und die nun getroffenen Maßnahmen angekündigt. Zum Winterflugplan hatte die Lufthansa das Sitzplatzangebot noch erhöht.

Bereits im Herbst 2001 hatte die Airline nach dem Geschäftseinbruch wegen der Terroranschläge in den USA einen Investitions- und Einstellungsstopp verhängt, Flugfrequenzen ausgedünnt und Maschinen stillgelegt. Eine Belastung für das künftige Geschäft ist der weiter ungelöste Tarifkonflikt beim Boden- und Kabinenpersonal.

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