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Lufthansa : Flugbegleiter kündigen neuen Streik an

Lufthansa-Kunden müssen wieder warten: Die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo kündigte dem Unternehmen Streiks in dieser Woche an.

Annullierte Flüge der Lufthansa
Annullierte Flüge der LufthansaFoto: dpa

Der Lufthansa und ihren Kunden steht der nächste Streik bevor. Die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo kündigte dem Unternehmen schriftlich Streiks am Donnerstag und Freitag (26., 27. November) an. Auch am Montag, dem 30. November, werde noch einmal gestreikt, falls Lufthansa bis dahin nicht angemessen auf die Forderungen reagiere, erklärte Ufo-Chef Nicoley Baublies am Montag in Frankfurt.

Hintergrund ist der gescheiterte Versuch des Unternehmens, alle drei bei Lufthansa aktiven Gewerkschaften an einen „Runden Tisch“ zu holen, um gemeinsam über die Zukunft der Betriebsrenten und die Sicherheit der Arbeitsplätze zu sprechen. Dies hatte bereits die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit abgelehnt.

Letzter Streik vor zwei Wochen

In den insgesamt sieben Streiktagen vor zwei Wochen sind nach Angaben von Ufo beim größten Ausstand in der Geschichte der Lufthansa 93 Prozent aller vorgesehenen Flüge ausgefallen. Lufthansa sprach von 4700 bestreikten Kurz-, Mittel- und Langstrecken-Verbindungen in Frankfurt am Main, München und Düsseldorf. Gut eine halbe Million Kunden waren den Angaben zufolge von den Streiks betroffen.

Die Vorgeschichte des Streiks

Lufthansa-Chef Carsten Spohr treibt einen grundlegenden Umbau des Luftverkehrskonzerns voran, was unter anderem einen schnellen Ausbau der Billigplattform Eurowings beinhaltet. Sparen will er unter anderem bei den Beschäftigten der zuletzt schrumpfenden Kerngesellschaft Lufthansa. Der Konzern hat daher die Tarifverträge zu den Betriebs- und Übergangsrenten gekündigt.
Die Lufthansa hat bestürzt und enttäuscht auf die erneute Streikankündigung ihrer Flugbegleiter reagiert. „Wir sind sehr enttäuscht, dass es seitens der Gewerkschaft offenbar keine Bereitschaft zum Dialog gibt, obwohl allen klar ist, dass wir nur in Gesprächen zu einer Lösung finden können“, erklärte Personalvorstand Bettina Volkens am Montag in einer Mitteilung. In getrennten Verhandlungen zu den verschiedenen Berufsgruppen ist es mit keiner der drei Gewerkschaften bislang zu einem Abschluss gekommen. (dpa)

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