Lufthansa gegen Ufo : Matthias Platzeck schlichtet Tarifkonflikt ab Januar

Zäh umschreibt den Konflikt zwischen Lufthansa und den Flugbegleitern unzureichend. Doch nach dem Schlichter steht nun auch der Termin fest.

Tarifkonflikte führten in diesem Jahr häufiger dazu, dass Lufthansa-Maschinen außerplanmäßig am Boden blieben.
Tarifkonflikte führten in diesem Jahr häufiger dazu, dass Lufthansa-Maschinen außerplanmäßig am Boden blieben.Foto: dpa

Die Lufthansa und die Flugbegleitergewerkschaft Ufo treiben die Schlichtung ihres zähen Tarifstreits voran. Die Vermittlungsgespräche unter Leitung des Ex-Politikers Matthias Platzeck sollten im Januar offiziell beginnen, sagte ein Lufthansa-Sprecher am Donnerstag. Die Schlichtungsvereinbarung, in der die strittigen Tarifthemen festgehalten sind, werde von beiden Parteien in zwei Wochen unterzeichnet. Zuvor hatte sich die Fluglinie mit der Gewerkschaft bereits grundsätzlich auf eine Schlichtung verständigt, Details aber noch offengelassen.

Nun steigen die Chancen, dass einer der härtesten Tarifkonflikte in der Geschichte der Lufthansa bald beigelegt wird. Ufo hatte die Lufthansa Anfang November sieben Tage lang bestreikt. In den seit zwei Jahren währenden Tarifverhandlungen geht es vor allem um die Betriebsfrührente für die 19.000 Stewards und Stewardessen der Kranich-Airline.

Auch an einer anderen Front hat die Lufthansa Ruhe: Am Wochenende einigte man sich mit der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi auf einen neuen Tarifvertrag für die gut 30.000 Beschäftigen des Bodenpersonals. Offen ist weiterhin, wie der Tarifkonflikt mit der Pilotenvereinigung Cockpit gelöst werden könnte. Hier brachte ein Spitzengespräch der Lufthansa mit allen Tarifparteien am Mittwoch keinen Durchbruch. Die Piloten bestreikten die Lufthansa im laufenden Tarifkonflikt 13 mal. (rtr)

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