Wirtschaft : Lufthansa-Personal geht in Kurzarbeit

ro

Nach wochenlangen Verhandlungen sind Lufthansa und die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi einen Schritt vorangekommen. Für die rund 12 000 Flugbegleiter hat die Airline am Donnerstag beim Arbeitsamt Frankfurt Kurzarbeit beantragt. Sie soll für sechs Monate gelten, rückwirkend vom 1. November bis Ende April 2002. Den Beschäftigten wird damit ein Grundgehalt auf der Basis von 70 Flugstunden pro Monat garantiert. Betriebsbedingte Kündigungen sind in dieser Zeit ausgeschlossen. Die Einsparungen für Lufthansa bewegen sich dem Vernehmen nach im niedrigen zweistelligen Millionenbereich. Die Verhandlungen gehen weiter. Lufthansa will rund 350 Millionen Euro Personalkosten einsparen. Die Ersparnis ergibt sich daraus, dass sich Lufthansa und Arbeitsamt die Gehaltsdifferenz teilen, wenn die Flugbegleiter weniger als 70 Stunden fliegen. Wer also im Monat nur 60 Stunden in der Luft ist, bezieht künftig das Gehalt dafür voll von der Lufthansa, für die übrigen zehn Stunden zahlen die Airline und das Arbeitsamt gemeinsam. Im November sind die Flugbegleiter im Durchschnitt 68 Stunden geflogen. Mittlerweile hat das Kabinenpersonal alle Überstunden und alle Resturlaube abgebaut. Dies ist Voraussetzung für die Kurzarbeit.

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