Wirtschaft : Lufthansa und Eurowings: Flugpläne werden neu geordnet

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Mit der angekündigten Beteiligung der Deutschen Lufthansa an der Eurowings Luftverkehrs AG werden auch die Flugpläne der beiden Unternehmen abgestimmt. Die Grobplanung für den Sommerflugplan 2001 ist komplett "über den Haufen geworfen" worden, sagte der Geschäftsführer der Lufthansa City-Line, Thomas Dräger, am Dienstag vor der Presse in Schönefeld. Sie werde nun mit den Kapazitäten des bisherigen Konkurrenten koordiniert. Wie berichtet, übernimmt die Deutsche Lufthansa AG zum 1. Januar 24,9 Prozent der Eurowings-Anteile.

Die Lufthansa-Tochter City-Line selbst hat den Wandel von der nationalen Regionalfluggesellschaft zum Luftfahrtunternehmen für den europäischen Mittelstreckenverkehr erfolgreich vollzogen, betonte Dräger. Mit der Indienststellung des ersten von 20 Canadair Regional Jets CRJ 700 beginne im kommenden März eine neue Ära. Der 70-Sitzer bringt ausreichende Kapazität für stärker frequentierte Nonstopflüge aus den Regionen in die Metropolen und schließt damit eine Marktlücke. Die erste Maschine wird auf der stark wachsenden Verbindung zwischen Köln/Bonn und Berlin-Tegel eingesetzt.

Bereits am Dienstag traf im Schönefelder Ausbildungszentrum der Tochtergesellschaft CST ein 25 Millionen Mark teurer Simulator für den CRJ 700 ein, auf dem die Piloten aller europäischen Kunden des neuen Modells trainieren werden, sagte Dräger. Damit verfügt der Lufthansa-Konzern nunmehr über insgesamt acht Flugsimulatoren in der Hauptstadt.

30 Prozent mehr Berlin-Passagiere

Im Rahmen der Flugplan-Umstrukturierung und der Flottenerweiterung sind neue Verbindungen nach Süd-, Nord- und Osteuropa vorgesehen. Nachdem die Zahl der Berlin-Passagiere in den ersten neun Monaten des Jahren um 30 Prozent stieg, wird auch eine weitere Ausdehnung des Hauptstadt-Engagements geprüft, sagte Dräger.

Konkrete Flugrouten konnte er aber noch nicht nennen. Wegen der Koordination mit Eurowings soll der Sommerflugplan erst Ende Februar feststehen. Aus Kapazitätsgründen wird erwogen, die von der dänischen Partnergesellschaft Cimber Air bedienten Flüge nach Bremen, Kopenhagen und Nürnberg von Tegel nach Tempelhof zu verlagern.

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