Luftverkehr : Airbus sieht Bedarf von 24.300 neuen Flugzeugen

Der Luftverkehr soll sich bis 2026 fast verdreifachen. Knapp ein Drittel der Flugzeugnachfrage erwartet die Tochter des Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS aus der boomenden Asien-Pazifik-Region.

Juliane Schäuble
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Sparsamer Flieger. Das weltgrößte Passagierflugzeug, der Airbus A 380, soll schon heute auf 100 Kilometer pro Passagier nur drei...Foto: ddp

Berlin - Airbus hat seine Prognose für den weltweiten Flugzeugbedarf in den kommenden zwei Jahrzehnten erhöht. Bis zum Jahr 2026 würden weltweit voraussichtlich knapp 24 300 neue Passagier- und Frachtmaschinen im Wert von umgerechnet 1,92 Billionen Euro benötigt, teilte der europäische Flugzeugbauer am Donnerstag in Toulouse mit. Das sind 1600 Flugzeuge mehr als Airbus bisher geschätzt hat. In seinem neuen Marktausblick geht das Unternehmen davon aus, dass die Hersteller jedes Jahr im Schnitt 1215 Maschinen ausliefern werden.

Knapp ein Drittel der Flugzeugnachfrage erwartet die Tochter des Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS aus der boomenden Asien-Pazifik-Region; 27 Prozent sollen nach Nordamerika, 24 Prozent nach Europa geliefert werden. Die wirtschaftliche Aufholjagd Asiens werde zu einem weltweiten Wachstum des Passagierverkehrs von 4,9 Prozent pro Jahr führen. Damit würde sich das Passagieraufkommen bis 2026 fast verdreifachen. Der Luftfrachtverkehr soll sogar um jährlich 5,8 Prozent wachsen.

„Die Menschen wollen und müssen fliegen“, heißt es in der Marktprognose. 80 Prozent des CO2-Ausstoßes der Branche, die nach Angaben von Airbus nur mit zwei Prozent zu den gesamten weltweiten Emissionen beitrage, entstehe durch Flüge, auf die nicht verzichtet werden könne. Größere Maschinen, eine bessere Auslastung und höhere Flugfrequenzen könnten einen Teil des Wachstums im Luftverkehr auffangen, der Rest werde über zusätzliche Flugzeuge abgedeckt. Diese Flottenerneuerung – auch bedingt durch den steigenden Ölpreis – werde den Treibstoffverbrauch auf unter drei Liter je Passagier pro 100 Kilometer senken. Diesen Wert erreiche der A 380 für 525 Passagiere schon heute, erklärte Airbus. Der Flugzeugbauer rechnet bei den sehr großen Verkehrsmaschinen mit mehr als 400 Sitzplätzen mit einem Bedarf von 1300 Maschinen. Hinzu kämen noch 400 Frachtflugzeuge. Juliane Schäuble

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