LUKRATIVER DATENKAUF : Von der Schweiz bis nach Liechtenstein

Zumwinkel
ZumwinkelFoto: ddp

Hunderte Millionen

hat sich der deutsche Fiskus schon durch den Erwerb von CDs gesichert, auf denen Daten zu Steuersündern gespeichert sind.

Anfang 2008
kauften die Behörden eine Steuer-CD eines ehemaligen Mitarbeiters der Liechtensteiner LGT-Bank in Vaduz für 4,2 Millionen Euro. Hunderte Kunden der Bank flogen als Steuerhinterzieher auf. Auch den früheren

Deutsche-Post-Chef Klaus Zumwinkel brachte die CD zu Fall. Er wurde im Januar 2009 zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt, weil er am Fiskus vorbei Millionen in einer von der LGT verwalteten Stiftung angelegt hatte. Auch Steuerhinterzieher, die ihr Geld in der Schweiz versteckt hatten, traf es Anfang vergangenen Jahres. Nordrhein-Westfalen kaufte 2010 für 2,5 Millionen Euro eine CD mit gestohlenen Daten der Schweizer Großbank

Credit Suisse
– die Auswertung soll dem Fiskus

400 Millionen Euro
eingebracht haben. Der Kauf der gestohlenen Daten war lange umstritten. Doch entschied das Bundesverfassungsgericht im November vergangenen Jahres, dass deutsche Behörden gekaufte Steuersünderdaten für ihre Ermittlungen nutzen dürfen, auch wenn die Bankdaten ursprünglich illegal und heimlich kopiert wurden. jmi

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