Wirtschaft : Lust am Zocken: Monopol des Staates

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Glücksspiele um Geld sind in Deutschland verboten, und das Monopol liegt beim Staat. Ausnahmen bestätigen die Regel: Pferdewetten sind seit 1922 auch privaten Wettbüros gestattet. Beim Thema Fußball ließen sich die Politiker erst vor gut zwei Jahren erweichen. Das staatliche Fußball-Toto erreichte nur noch einen Marktanteil von zwei Prozent, während schätzungsweise 500 000 deutsche Zocker bei österreichischen oder britischen Wettanbietern ihre Einsätze machten. Der Staat reagierte mit der Einrichtung von Oddset-Wetten, bei denen die Gewinnquoten vor jedem Spiel festgelegt werden. Seit Januar 1998 können Fußballbegeisterte in fast allen Bundesländern auf Sportereignisse wetten. Freilich immer noch unter staatlicher Aufsicht. Ungenehmigte Sportwetten sind nach einer Entscheidung der Gerichte untersagt. Das gilt auch für Sportbörsen, an denen mit echtem Geld auf die "Aktien" von Sportlern gesetzt werden kann.

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