Wirtschaft : Luxemburg will breitangelegte Harmonisierung

HAMBURG (rtr).Der luxemburgische Ministerpräsident Jean-Claude Juncker lehnt eine einseitige Änderung der Quellensteuer in seinem Land ab.Luxemburg sei für eine breitangelegte Steuerharmonisierung in Europa, sagte Juncker in einem Interview mit der "Bild am Sonntag".Erst wenn die Europäische Union alle Schlupflöcher gemeinsam geschlossen habe, könne auch Luxemburg die Kapitalertragssteuer entsprechend ändern.An dem Bankgeheimnis werde sich auch nach der Einführung des Euro nichts ändern."Ein grenzübergreifendes Grabschen nach Bankdaten findet mit uns nicht statt", sagte Juncker.Juncker kritisierte, daß deutsche Manager den Wirtschaftsstandort Deutschland im Ausland herunterredeten.Er forderte Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften auf, ihre Kräfte mit Blick auf den Standort Deutschland besser zu bündeln.Die Einführung des Euro werde kurzfristig nicht zu einem Rückgang der Arbeitslosenzahl führen.Aber ohne Euro würde "mit Sicherheit die Arbeitslosigkeit auch in Deutschland noch erheblich steigen".

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