Wirtschaft : Luxus ist gefragt – auch bei Egana Goldpfeil

Nach der Sanierung geht die Tochter Salamander wieder auf Expansionskurs

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Frankfurt am Main Die Übernahme des traditionsreichen Schuhkonzerns Salamander beginnt sich für den deutsch-chinesischen Luxusgüterkonzern Egana-Goldpfeil auszuzahlen. Für das laufende Geschäftsjahr 2005/2006 prognostiziert Hauptaktionär und Vorstandschef Hans-Jörg Seeberger ein zweistelliges Umsatzplus. „Die Synergien aus der Übernahme von Salamander und die konzernweit eingeleiteten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung greifen“, sagte Seeberger am Dienstag in Frankfurt.

Im März 2005 hatte Egana-Goldpfeil 52 Salamander-Filialen in Deutschland, 117 im europäischen Ausland, die Rechte an der Marke Salamander sowie die Lizenz für die Kinderschuhmarke Lurchi vom Einkaufsverbund Garant Schuh + Mode übernommen. Bis dahin fehlte dem Konzern mit Europazentrale in Offenbach ein eigenes Filialnetz für seine 36 eigenen Luxusmarken wie Comtesse, Goldpfeil und Joop sowie seine 15 Lizenzmarken wie Cerruti, Esprit und Puma. Weltweit verfügt Egana-Goldpfeil über 15 Fertigungsstätten für Lederwaren, Uhren und Schmuck.

Auch das Ende Mai abgeschlossene Geschäftsjahr 2004/2005 war schon stark von Salamander geprägt. Der Umsatz legte allein aufgrund dieser Akquisition um sechs Prozent auf 402 Mill. Euro zu. Ohne das Kornwestheimer Traditionsunternehmen im Portfolio hätte der Umsatz nur marginal zugelegt, sagte Seeberger.

Rund 74 Prozent des Umsatzes kommen aus Europa, mehr als die Hälfte davon aus Deutschland. Überdurchschnittlich entwickelten sich die Erträge. Der Jahresüberschuss nach Steuern stieg um 50 Prozent auf 22,8 Mill. Euro. „Unsere 36 Eigenmarken sind alle profitabel“, sagte Seeberger. Auch die deutschen Schmuckmarken Speidel, Guthmann & Wittnauer sowie Abel & Zimmermann arbeiteten nach der Zusammenlegung der Produktionsstätten wieder gewinnbringend.

Wieder auf Kurs gebracht wurde auch Salamander. Von April bis September erwirtschaftete die Marke bei einem Umsatz von 82,6 Millionen Euro einen Gewinn nach Steuern von 3,7 Millionen Euro. Anfang September öffnete bereits in einem Karlsruher Einkaufszentrum ein Salamander-Geschäft mit neuem Konzept seine Pforten, weitere Läden sowie ein Flaggschiff mit 1200 Quadratmetern Verkaufsfläche in München sollen folgen. tak/HB

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