Wirtschaft : Luxus kennt keine Krise

Weltweiter Umsatz steigt auf 191 Milliarden Euro

Berlin - Luxus geht immer, heißt es. Eine aktuelle Studie bestätigt: Trotz Schuldenkrisen in Europa und in den USA werden in diesem Jahr deutlich mehr teure Kleidung und Accessoires, Schmuck und Uhren, Parfüm oder Kosmetik gekauft. „Die Umsätze der Branche werden in diesem Jahr um zehn Prozent auf insgesamt 191 Milliarden Euro steigen“, lautet das Ergebnis einer Untersuchung der Beratungsfirma Bain, die am Montag veröffentlicht wurde. Auch die erwartete Abkühlung der Konjunktur bremst die weltweite Luxusnachfrage nicht: Bis 2014 erwarten die Experten für den Luxussektor ein durchschnittliches jährliches Wachstum von sechs bis sieben Prozent.

Scheinbar unberührt von der Krise wird das Luxusgeschäft von hohen Umsatzzuwächsen in den USA (plus acht Prozent) und Europa (plus sieben Prozent) getragen. Bemerkenswert ist, dass auch in Japan trotz der Tsunami-Katastrophe zwei Prozent mehr Luxusprodukte gekauft wurden. „Damit bleibt Japan nach den USA weltweit der zweitwichtigste Luxusgütermarkt“, schreibt Bain.

Stürmisch entwickelt sich erwartungsgemäß die Nachfrage in China. Die stetig wachsende Kundschaft mit hohen Einkommen kauft dort im laufenden Jahr 35 Prozent mehr Luxus als im Vorjahr. Der chinesische Luxusgüterkonsument repräsentiert inzwischen nach Angaben von Bain 20 Prozent des weltweiten Marktes.

Gefragt sind weltweit vor allem teure Uhren und Schmuck (Umsatzplus: 18 Prozent). Aber auch die Umsätze mit Accessoires einschließlich Schuhen und Lederwaren legten um 13 Prozent überdurchschnittlich zu. mot

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