Wirtschaft : Madoff-Opfer hoffen auf den ersten Scheck

New York - Die Opfer des Milliardenbetrügers Bernard Madoff können sich Hoffnung auf ein Happy End machen. Bis zum Jahresende will der Vertreter der Geschädigten, Irving Picard, einen Teil des Geldes auszahlen, das er in den vergangenen Monaten bei Banken und anderen Nutznießern des Schneeballsystems eingeklagt hat. Das kündigten Picard und sein Chefjurist David Sheehan an.

Picard hat den Opfern bis dato insgesamt fast zehn Milliarden Dollar (sieben Milliarden Euro) gesichert. Das ist die Hälfte des geschätzten Schadens. Das Gros der eingesammelten Summe stammt aus einem Vergleich mit den Erben des verstorbenen Milliardärs Jeffry Picower. Dieser hatte nach Ansicht von Picard über Jahrzehnte von den Madoff-Machenschaften profitiert.

Allerdings ist der Vergleich noch nicht in trockenen Tüchern. Deshalb will Picard bei der Entschädigung der Opfer vorerst nur auf rechtlich unbedenkliche 2,6 Milliarden Dollar zurückgreifen. Auch dazu bedarf es allerdings noch der Zustimmung eines Richters. Eine Anhörung ist für April geplant. dpa

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