Wirtschaft : Mäßige Aussichten

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Das Tarifjahr 2005 wird im Januar im öffentlichen Dienst eröffnet. Auf mehr Geld sollten sich die rund drei Millionen Arbeiter und Angestellten aber nicht einstellen, denn im Mittelpunkt der Tarifrunde stehen nicht Lohnprozente, sondern mit der Reform des öffentlichen Tarifrechts (Bundesangestelltentarif) eine historische Neuerung. Spätestens im Februar steht eine Einigung bei der Deutschen Bahn an. Für die Zugbegleiter und Lokomotivführer dürfte es kaum mehr geben, denn die Gewerkschaften wollen den Beschäftigungssicherungsvertrag bis 2011 verlängern, was mit Lohnzurückhaltung bezahlt werden wird.

Im März stehen Verhandlungen im Groß und Einzelhandel sowie in der Druckindustrie an. Für die rund 800000 Verkäuferinnen und Verkäufer im Einzelhandel sind die Aussichten bescheiden, wie spätestens seit der Karstadt-Krise klar wurde. Mit der Chemie verhandelt die größte Industriebranche im Sommer über Einkommenserhöhungen. Nachdem es 2004 nur 1,5 Prozent für die Chemiker gegeben hatte, wird die IG Bergbau, Chemie, Energie eine höheres Ergebnis anstreben. Auch deshalb, weil es in der Metallindustrie 2005 zwei Prozent mehr gibt, zuzüglich einer Einmalzahlung in Höhe von 0,7 Prozent. Im Herbst schließen das Versicherungsgewerbe (Innendienst) und das Gebäudereinigerhandwerk das Tarifjahr ab. alf

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