Wirtschaft : MAN erhöht seine Prognosen

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München – Der Lastwagen und Maschinenbaukonzern MAN sieht kein Nachlassen der Investitionskonjunktur. Nach einem erneut starken Quartalsergebnis erhöht der Konzern seine Prognosen für das laufende Geschäftsjahr. „Wir sehen die Konjunkturaussichten sehr positiv“, sagte Vorstandschef Hakan Samuelsson am Dienstag in München. Der weltweite Bedarf an Transportkapazitäten sei sehr hoch, sagte Samuelsson.

Im ersten Halbjahr 2006 stieg der Umsatz im Konzern um zehn Prozent auf 6,8 Milliarden Euro. Operativ verdiente MAN in den ersten sechs Monaten 488 Millionen Euro, das sind 67 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr peilt MAN jetzt einen Umsatzanstieg von acht Prozent an, bisher ging der Konzern von fünf Prozent aus. Bereinigt sind die Zahlen um die Drucktochter MAN Roland, die im ersten Quartal aus dem Konzern ausgegliedert wurde. Das Ergebnis von 700 Millionen Euro vor Steuern soll „deutlich“ übertroffen werden, sagte Samuelsson.

Der Optimismus des Vorstandes baut auf die Auftragseingänge: Die bleiben mit 8,8 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr zwar konstant, doch ein Großauftrag der britischen Armee für neue Lastwagen verzerrt das Bild um 1,4 Milliarden Euro. Ohne diesen Einmaleffekt läge der Auftragseingang um 18 Prozent unter dem des Vorjahres; mit einem Plus von 22 Prozent ziehen vor allem die Inlandsbestellungen signifikant an. Das liegt vor allem am Nutzfahrzeugbereich, der Zweidrittel der Konzernumsätze bestreitet. Hier stieg der Umsatz im ersten Halbjahr um 16 Prozent.

MAN hat sich zum Ziel gesetzt, in Phasen der Hochkonjunktur eine Umsatzrendite von 7,5 Prozent einzufahren. Im ersten Halbjahr lag der Wert bei 7,2 Prozent, nach 4,7 Prozent im Vorjahr. Für das Gesamtjahr stellt Samuelsson das Erreichen des Ziels in Aussicht, das wäre ein Jahr früher als geplant. fas/HB

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