Wirtschaft : Manager greifen zu Aktien

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Frankfurt am Main - Deutschlands Firmeninsider – das sind Vorstände, Aufsichtsräte und deren nahe Angehörige – haben in den vergangenen zwei Wochen so viele Aktien ihrer Unternehmen gekauft wie zuletzt im August 2003. Das zeigt die neueste Ausgabe des Insider-Barometers, das das Handelsblatt alle zwei Wochen in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut für Asset Management (Fifam) der RWTH Aachen und Commerzbank Private Banking veröffentlicht.

Das Insider-Barometer ist demnach auf 147 Punkte gestiegen. Vor zwei Wochen hatte es bei 131 Punkten gelegen, unmittelbar vor dem Kursrutsch Anfang Mai bei nur 69 Punkten. „Dass die Insider trotz der zuletzt unsicheren Börsenlage und der Urlaubszeit in dieser Deutlichkeit weiter zugekauft haben, überrascht“, sagt Fifam-Experte Olaf Stotz. Für Anleger ist der Trend ein Indiz, dass sie in Zukunft von überdurchschnittlichen Renditen profitieren können. Ab Indexständen von 110 Punkten lassen sich im Schnitt deutlich höhere Renditen erzielen als im neutralen Bereich zwischen 90 und 110 Punkten. Bei Niveaus ab 150 Punkten schaffte der Dax nach Fifam-Berechnungen in den folgenden drei Monaten eine Durchschnittsrendite von fast 20 Prozent.

Auf zwei Arten kann man vom Insiderverhalten profitieren. Entweder erhöht der Anleger generell den Aktienanteil in seinem Portfolio oder er kauft die Werte, bei denen die Manager zuletzt kräftig zugegriffen haben. In den 25 Tagen nach Veröffentlichung eines Aktienkaufs liegt die Zusatzrendite, die er dadurch erzielen kann, im Schnitt bei drei Prozent. Auffällige Transaktionen von Insidern hat es zuletzt etwa beim M-Dax-Wert Krones und im Dax bei SAP gegeben. scc (HB)

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