Wirtschaft : Manager in Davos stützen Schröders Reformkurs

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Davos Internationale Konzernchefs beurteilen die von der Bundesregierung eingeleiteten Reformen in Deutschland grundsätzlich positiv, sehen aber vor allem in den Bereichen Bildung und Innovation noch Nachholbedarf.

„Deutschland hat die Zeichen der Zeit erkannt und beginnt sich zu verändern“, sagte Microsoft-Europa-Chef Jean-Philippe Courtois in Davos. Der Franzose Courtois sieht die Deutschen im Reformprozess deutlich vor seinen eigenen Landsleuten. „In Deutschland werden die richtigen Fragen gestellt, in Frankreich noch nicht“, sagte er dem Handelsblatt. Noch viel zu tun gebe es allerdings in der Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen sowie von „Start-ups“.

Daniel Vasella, der Vorstandschef des Schweizer Pharmakonzerns Novartis, monierte, dass „die Frage der besseren Förderungen von wissenschaftlichen Innovationen noch nicht beantwortet ist“. In Deutschland bleibe noch „sehr viel zu tun“, sagte er.

Vasella hatte am Freitag die Debatte mit Bundeskanzler Gerhard Schröder moderiert. Schröder hatte vor den in Davos versammelten Wirtschaftsführern Werbung für den Standort Deutschland betrieben. Die Politik seiner Regierung werde von deutschen Wirtschaftsführern insgesamt sehr positiv bewertet, doch neige „Deutschland immer noch dazu, sein Licht unter den Scheffel zu stellen“, bemängelte der Bundeskanzler. jod (HB)

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