Wirtschaft : Manager machen Kasse

Autofusion zahlt sich für Chrysler- und Daimler-Chefs aus DÜSSELDORF (ga/jjm/tpp/HB).Die gestern bekanntgegebene Fusion mit Daimler-Benz hat sich auch für den Chrysler-Chef Eaton und seinen Stellvertreter Robert Lutz bezahlt gemacht.Allein am Mittwoch hat Robert Eaton, der 267 000 Chrysler-Aktien hält, einen Gewinn von umgerechnet 3,5 Mill.US-Dollar eingefahren.Lutz, der 168 860 Aktien besitzt, konnte seinem Konto einen Buchgewinn von 2,24 Mill.Dollar gutschreiben.Auch der Vorstand und die zweite Führungsebene von Daimler-Benz profitieren von der Fusion.Zwar finden sich im Geschäftsbericht 1997 (noch) keine konkreten Angaben über den Aktien- bzw.Optionsbesitz des Vorstandsvorsitzenden und seiner Kollegen.Doch läßt sich nach den Angaben des Geschäftsberichtes immerhin diese Rechnung aufmachen: Die leitenden Mitarbeiter haben Wandelschuldverschreibungen in einem Nominalwert von 37,5 Mill.DM erworben.Die können in 7,5 Mill.Aktien zu 157 DM getauscht werden.Da der Daimler-Kurs nun über 200 DM liegt, ergäbe sich daraus ein aktueller Buchgewinn für die Mitarbeiter von rund 375 Mill.DM.Die Chrysler- und Daimler-Benz-Aktien haben am Donnerstag ihren Höhenflug angesichts der Fusionsankündigung weiter fortgesetzt.Chrysler legten in der ersten Börsenstunde um 5 1/2 Dollar oder elf Prozent auf 54 3/8 Dollar zu.Die Chrysler-Aktien haben damit momentan einen Wert von 35,1 Mrd.Dollar.Ihr Wert ist innerhalb von zwei Tagen um 8,4 Mrd.Dollar oder um rund 30 Prozent gestiegen.Die Daimler-Benz ADS-Aktienzertifikate stiegen an der New Yorker Börse um 8 3/16 Dollar oder 7,5 Prozent auf 116 3/4 Dollar.Auch die anderen Autoaktien waren entgegen dem schwachen Börsentrend gefragt.

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