Wirtschaft : Manchester United fällt zurück

LONDON (tag/rtr/HB).Nach Jahren des Wachstums ist Rupert Murdochs Wunschclub Manchester United in der Saison 1997/98 (zum 31.Juli) nicht von der Stelle gekommen.Vor Steuern und Transferausgaben sei der Gewinn zwar um 8,6 Prozent auf 29,6 Mill.Pfund gestiegen, teilte der Fußball-Club am Montag mit.Der Reingewinn jedoch sank um fast die Hälfte auf rund 10 Mill.Pfund.Gedrückt wurde der Überschuß vor allem durch die gut 15 Mill.Pfund, die United für den Niederländer Jaap Stam und den Schweden Jesper Blomqvist bezahlte.Die Fußballer erhielten rund 4 Mill.Pfund mehr als im Vorjahr.

Der Umsatz des Clubs blieb trotz deutlich höherer Fernseheinnahmen mit 87,9 Mill.Pfund (rund 249,5 Mill.DM) konstant.In den vergangenen fünf Jahren hatte United seine Einnahmen im Schnitt jährlich um gut ein Drittel gesteigert.Der Club erläuterte, der Erlös im Fanartikel-Verkauf sei um 16 Prozent auf 24,1 Mill.Pfund gesunken.Um das Geschäft zu beleben, soll eine neue Tochter des Clubs außerhalb Großbritanniens über ein Franchise-System United-Devotionalien verkaufen.Geplant sind Läden in Skandinavien, im Nahen Osten und in Ostasien.

Vor einigen Wochen hatte der Vorstand des Clubs ein Übernahmeangebot der British Sky Broadcasting Group (BSkyB) angenommen.Die Fernsehgesellschaft, zu 40 Prozent im Besitz von Rupert Murdochs News Corp., bietet den United-Aktionären insgesamt 623 Mill.Pfund.Das entspricht 240 p pro Aktie.Die britische Wettbewerbsbehörde prüft die Übernahme momentan.An der Londoner Börse blieb der United-Kurs am Montag nahezu unverändert und pendelte um 220 p.Die Aktien anderer Fußball-Clubs legten dagegen zu.Eine Zeitung hatte berichtet, BSkyB-Konkurrent Carlton Communications sei nach gescheiterten Verhandlungen mit Arsenal London jetzt am Kauf von Tottenham Hotspur oder Aston Villa interessiert.

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