Wirtschaft : Mannesmann: Das Mobilfunkunternehmen macht einen Gewinnsprung

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Das Mobilfunkunternehmen Mannesmann hat im ersten Halbjahr 2001 seine Kassen aufgefüllt. Wie die Tochter des britischen Vodafone-Konzerns am Montag in Düsseldorf mitteilte, konnte in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres ein außerordentliches Ergebnis in Höhe von 7,7 Milliarden Euro erwirtschaftet werden. Dieses resultiere im Wesentlichen aus den Verkäufen der italienischen Festnetzgesellschaft Infostrada und der ersten Tranche der Technologietochter Atecs. Dementsprechend stieg das Ergebnis nach Steuern im ersten Halbjahr 2001 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 9,4 Milliarden Euro auf 8,9 Milliarden Euro an.

Mannesmann teilte weiter mit, das Ebitda (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibung und Goodwill) sei in den ersten sechs Monaten des Jahres um gut 60 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro gewachsen. Einen erheblichen Anstieg gebe es auch beim Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (von 57 Millionen auf über zwei Milliarden Euro). Ausschlaggebend dafür seien vor allem die deutlich bessere Ergebnisentwicklung beim deutschen Mobilfunknetz D2 und der italienischen Mobilfunktochter Omnitel Vodafone. Außerdem mache sich der Wegfall der Vorlaufkosten bei Infostrada und der Verluste bei Telering bemerkbar, teilte das Unternehmen mit.

Auch der Gesamtumsatz legte im ersten Halbjahr um sieben Prozent auf 6,8 Milliarden Euro zu. D2 Vodafone konnte Einnahmen von 3,4 Milliarden Euro (plus fünf Prozent) verbuchen. Die Zahl der D2-Nutzer stieg im ersten Halbjahr um 2,5 Millionen auf 21,7 Millionen Kunden an. Die geringere Zahl der Neuzugänge spiegele die zunehmende Marktsättigung und die Reduzierung der Kosten für die Kundenakquisition wieder, betonte das Mobilfunk-Unternehmen. Omnitel gewann im gleichen Zeitraum 1,3 Millionen neue Teilnehmer hinzu und hat nun rund 16,2 Millionen Kunden. Die deutsche Vodafone kündigte auch für das zweite Halbjahr 2001 an, sie werde weiteres Wachstum vorlegen.

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