Wirtschaft : Mannesmann profitiert vom Umbau der Maschinenbausparte

HANNOVER (AP).Nach der Neuordnung seines Maschinenbaubereichs will der Mannesmann-Konzern vor allem in Asien expandieren.Die Mannesmann AG, Düsseldorf, sehe Asien auch nach der Krise als Wachstumsregion an und investiere dort weiter, sagte Vorstandsmitglied Georg Acker am Dienstag auf der Hannover Messe.Allerdings werde dies "nicht in spektakulären Schritten" geschehen.Nach einem Umsatz im ersten Vierteljahr von 2,74 Mrd.DM erwartet die Konzernsparte Mannesmann Engineering für 1999 einen Gesamtumsatz auf Vorjahresniveau von 6,6 Mrd.Euro.Die Bestellungen aus dem Inland hätten in den Monaten Dezember 1998 bis Februar 1999 das hohe Niveau des Vorjahres erreicht.

"Wir sind zuversichtlich, daß wir aufgrund der weltwirtschaftlichen Gegebenheiten nur eine Delle in einer grundsätzlich positiven Entwicklung haben", sagte Acker.Die meisten Schwellenländer würden den Tiefpunkt der Rezession im Verlauf dieses Jahres durchschreiten.Danach werde zwar kein regelrechter Aufschwung einsetzen."Wir gehen aber doch von einem wieder leichten Anziehen der Investitionstätigkeit und damit auch der Maschinennachfrage in den zur Zeit von Wachstumskrisen betroffenen Regionen aus", erklärte der Mannesmann-Manager.Auch das Produktionswachstum des europäischen Maschinenbaus werde sich gegen Ende des laufenden Jahres wieder beschleunigen.Dies werde, wenn sich die Wirtschaft verläßlich auf eine Unternehmenssteuersenkung einstellen könne, auch für Deutschland gelten.Acker räumte allerdings ein, vor allem die Wirtschaftskrisen in Asien, Rußland und Brasilien wirkten sich negativ auf die Branche aus.

Die wichtigste Konzerntochter im Maschinenbau, die Mannesmann Rexroth AG, rechnet nach guten Zuwächsen in den vergangenen zwei Jahren 1999 mit einer Stagnation.Allerdings sehe es für das Jahr 2000 schon wieder günstiger aus.Vor allem in Asien werde es Zuwächse geben, sagte Rexroth-Vorstandschef Winfried Witte.Mannesmann Rexroth erreichte 1998 einen Umsatz von 4,98 Mrd.DM.

Witte kritisierte die hohen Personalkosten der Produktion in Deutschland, wo rund 60 Prozent der 21 000 Beschäftigten von Rexroth arbeiten.Deshalb würden die 1997 erworbene japanische Tochter Uchida Hydraulics und die Produktionsstätten in den USA verstärkt genutzt und ausgebaut.Das Unternehmen gab keine Auskunft, ob dies zu einem Abbau oder einer Verlagerung von deutschen Arbeitsplätzen führe.

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