MARK DER DDR : Im Sandsteinstollen eingemauert

Nicht nur die D-Mark, auch die DDR-Mark wurde einst wertlos und musste entsorgt werden. Weil es nicht genügend Verbrennungskapazitäten gab, wurden die Banknoten ab 1990 in zwei 300 Meter lange Sandsteinstollen bei Halberstadt in Sachsen-Anhalt eingelagert – insgesamt 3000 Tonnen Scheine, Sparbücher und Schecks. Das Geld wurde mit Sand und Kies vermischt und sollte hinter zwei Meter dicken Betonmauern zügig verrotten. Durch die Fusion mit der Staatsbank der DRR wurde 1994 die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Eigentümerin des eingelagerten Geldes. Als 2001 entdeckt wurde, dass zwei Männer in den Stollen eingebrochen waren und etliche Banknoten geklaut hatten, entschied sich die KfW, die Scheine endgültig zu vernichten. „Wir wollten den Mythos eines vergrabenen Schatzes zerstören“, sagte KfW-Sicherheitschef Gerd Kugler damals. 2002 wurden die Stollenabschlusswände aufgebrochen, das mit Sand und Kies vermischte Geld gereinigt und in fast 300 Container verpackt. Mit Hausmüll vermischt wurde es schließlich in einer Müllverbrennungsanlage bei Helmstedt verbrannt. jmi

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