Wirtschaft : Marken: Die liebsten Macken am Uher Royal

Daniel Rhee-Piening

In meinem Freundeskreis gab es in Fragen eines Tonbandgerätes keine lange Diskussion: Platz eins hielt eindeutig Kenwood. Leider war diese Maschine für Oberschüler unerschwinglich. Wer sich mit kleinerem Budget abheben wollte, stieß bald auf das legendäre Uher Report. Ich war ab Anfang der 70er Jahre wahnsinnig stolzer Besitzer eines Uher Royal, das vermutlich aber aus der Montagsproduktion stammte. Mindestens drei Mal in den ersten vier Jahren war das Gerät in der Reparatur, weil der Antriebsmotor Gleichlaufschwankungen hatte. Absolut tödlich für die Stones oder Janis Joplin. Trotzdem hat sich Uher sein Überleben - zumindest bei mir - gesichert. Bis in die 80er Jahre hatte ich das Gerät, schließlich konnte ich meine Oldies ja nur damit hören. Dann waren auch die Bänder, die BASF geliefert hatte, hinüber. Mein Uher Royal wanderte in den Müll.

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