MARKETING : Neuer Name, neues Glück

Mit Congstar legt sich die Telekom auch ein zweites Image zu. Das Logo ist ein angriffslustiger Stern statt des statischen Telekom T, die Farbe ist rebellisches Schwarz statt des gewohnten Magenta. Und neben den Fußballstars des FC Bayern München sponsert die Telekom mit Congstar nun den FC St. Pauli, der als Vereinslogo den Piraten-Totenkopf führt. „Offensichtlich will die Telekom junge Leute ansprechen, für die die Telekom ein schwerfälliger Koloss ist“, sagt Markennamen-Schöpfer Manfred Gotta. Er hatte für die Telekom den Namen des Congstar-Vorläufers Congster erfunden. „Die alte Marke Telekom ist heruntergewirtschaftet, weil viele mit ihr schlechten Service verbinden“, sagt auch Gert Gutjahr, Chef des Mannheimer Instituts für Marktpsychologie. Daher brauche der Konzern schnell frischen Wind. „Freiwillig macht man so etwas aber eigentlich nicht“, sagt er. Das erste Ziel müsse es sein, die Kernmarke zu stärken, um die Kunden nicht zu verwirren. „Zweitmarken funktionieren deshalb meistens nicht.“ Doch bei der Telekom würde es sehr lange dauern, das Image zu verbessern. „Ist der Ruf ruiniert, ist es schwer ihn zu kitten.“ nso

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