Marktforscher sehen schwarz : Tablets sind nicht mehr im Trend

So schnell wie Tablet-Computer hatte sich noch kein technisches Gerät ausgebreitet. Doch jetzt stockt das Wachstum, die Marktforscher streichen ihre Zuwachsprognosen zusammen. Die Begründung für den düsteren Ausblick überrascht selbst Experten.

Tablets sind kein Selbstläufer mehr - es gibt jede Menge Alternativen.
Tablets sind kein Selbstläufer mehr - es gibt jede Menge Alternativen.Foto: dpa

Marktforscher sehen den Markt für Tablet-Computer immer skeptischer. Die Analysefirma Gartner kappte ihre Absatzprognose für dieses Jahr jetzt um elf Prozent auf gut 229 Millionen Geräte. Bestehende Nutzer tauschten ihre Tablets langsamer als gedacht aus, zugleich bleibe der Zustrom neuer Kunden unter den Erwartungen, sagte Gartner-Analystin Annette Zimmermann. Befragungen zeigten, dass viele Menschen keine Verwendung für Tablets in ihrem Alltag sähen, lautet die überraschende Begründung für die negative Prognose.
Für 2014 rechnet Gartner damit noch mit einem Plus von zehn Prozent, aber erwartet zugleich, dass sich das Wachstumstempo im kommenden Jahr mit gut 19 Prozent fast verdoppelt.
Für das laufende Jahr ist Gartner noch vorsichtiger als der zweite große IT-Marktforscher IDC, der seine Absatzprognose im Sommer von über 260 auf 245 Millionen Geräte gesenkt hatte. Das wäre im Jahresvergleich ein Plus von rund 12 Prozent - während der Absatz 2013 noch um über die Hälfte wuchs.
Dünne und leichte Notebooks halten zugleich die Geräteklasse der Personal Computer im Spiel. Der Absatz klassischer Schreibtisch-Rechner und Laptops sinkt zwar kontinuierlich. Aber Gartner prognostiziert bei den dünnen „Ultrabooks“ im kommenden einen Absatzsprung von über 70 Prozent auf knapp 64,4 Millionen Geräte. Das werde auch den gesamten PC-Absatz nach oben treiben. dpa

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