Wirtschaft : Marktplatz für geschlossene Fonds

SANDRA SCHUFFELEN (HB)

Mitglieder der Hamburger Börse versuchen, einen Zweitmarkt für Fondsanteile zu etablierenVON SANDRA SCHUFFELEN (HB)"Für uns ist es ein Durchbruch, daß wir mit namhaften Initiatoren an den Start gehen konnten", sagt Peter Freitag, Vorstand der HWAG Hanseatisches Wertpapierhandelshaus AG.Die Rede ist von einer neuen Börse für den Handel von Anteilen geschlossener Immobilienfonds, Leasingfonds und Schiffsbeteiligungen, konzipiert von Mitgliedsfirmen der Hamburger Börse.Anfang dieser Woche und damit einige Monate später als geplant, wurde der Handel am "Follow-Up-Market" offiziell eröffnet. Damit soll einer der größten Nachteile der so beliebten Steuersparmodelle beseitigt werden: der schwierige Wiederverkauf der Fondsanteile.Während bei Schiffsfonds die Laufzeit immerhin meist nach zwölf Jahren endet, ist bei geschlossenen Immobilienfonds sogar ein wesentlich längerer Anlagezeitraum die Regel.Investoren, die ihre Anteile vorzeitig verkaufen wollen, finden häufig keine Interessenten. "Wir schaffen erstmals einen öffentlichen Markt," sagt HWAG-Vorstand Freitag und hofft in diesem Jahr auf einen Börsenumsatz von rund 10 Mill.DM.Seiner Schätzung nach werden bis Jahresende rund 100 Fonds gelistet sein.Die Nachfrage der Anleger sei groß."Uns liegen schon heute rund 30 Verkaufs- und Kaufanfragen mit einem Gegenwert von rund 4 Mill.DM vor", so Freitag.Dabei handele es sich jedoch um Fonds, die bisher nicht gelistet seien.Bisher können Anleger für 33 Fonds von fünf verschiedenen Initiatoren Angebote abgeben, darunter Norddeutsche Vermögen, IC Immobilien Consulting, DePfa-Bank, Vereins- und Westbank und Roland Ernst. Der Handel funktioniert denkbar einfach: Wer kaufen oder verkaufen will, erteilt über ein Kreditinstitut, einen Treuhänder oder den zuständigen Makler einen Auftrag.Über die Kurse kann sich der Anleger über Internet (

Mehr lesen? Jetzt gratis E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben