Maschinenbau : Ab Mai geht es aufwärts

Die deutschen Maschinenbauer rechnen ab Jahresmitte erstmals seit Einsetzen der Wirtschaftskrise wieder mit mehr Aufträgen.

HannoverDie von der Wirtschaftskrise schwer betroffenen deutschen Maschinenbauer rechnen ab Mai wieder mit mehr Auftragseingängen, sagte Hannes Hesse vom Branchenverband VDMA auf der Hannover Messe. Seine Einschätzung begründet er mit den drastisch gesunkenen Lagerbeständen bei den Kunden und der endenden Welle an Stornierungen. Außerdem erwartet Hesse, dass die weltweit aufgesetzten Konjunkturpakete allmählich greifen und positive Impulse setzen.

Seit Mitte vergangenen Jahres gehen die Auftragseingänge kontinuierlich zurück. Den Höhepunkt des Einbruchs gab es in den ersten beiden Monaten dieses Jahres, als sich die Bestellungen nahezu halbierten. Die Produktion nahm in der Folge um 23 Prozent ab.

Auch wenn sich die Auftragslage erholt, hält Hesse an seiner Einschätzung fest, dass in Deutschland in diesem Jahr bis zu einem Fünftel weniger Maschinen hergestellt werden – weltweit sogar rund ein Zehntel weniger. Dies wird sich laut Hesse besonders auf die in Kurzarbeit Beschäftigen in Deutschland auswirken: Waren im vergangenen Jahr erst 26.000 Beschäftige in Kurzarbeit, so seien es mittlerweile vier Mal so viele – jeder zehnte Maschinenbauer.

Insgesamt war 2008 erstmals China Spitzenreiter bei den weltweiten Umsätzen im Maschinenbau mit 271 Milliarden Euro – das entspricht einem Zuwachs von gut 30 Prozent zum Vorjahr. Deutschland belegte mit 233 Milliarden Euro Platz zwei, die USA folgten mit 231 Milliarden Euro, Japan mit 186 Milliarden Euro und Italien mit 108 Milliarden Euro Umsatz. Weltweit wurden Maschinen und Anlagen für 1,35 Billionen Euro hergestellt. (ds/dpa/Reuters)

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