Wirtschaft : Maschinenbau wählt neuen Präsidenten Thomas Lindner führt den VDMA

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Frankfurt am Main - In der Öffentlichkeit ist er noch weitgehend unbekannt, als Unternehmer ist Thomas Lindner seit Jahrzehnten erfolgreich. Der hochgewachsene 59-Jährige steht seit 1984 an der Spitze des Nadel-Herstellers Groz-Beckert im baden-württembergischen Albstadt. Mit Strickköpfen für Rundstrickmaschinen oder Schaft-Antrieben für Webmaschinen erzielte die Kommanditgesellschaft 2009 fast 400 Millionen Euro Umsatz.

Am Freitag wurde der bei Starnberg geborene Unternehmer in München zum neuen Präsidenten des Maschinenbauverbandes VDMA gewählt. Er war seit 2007 Vizepräsident des VDMA. Der VDMA vertritt mehr als 3000 Unternehmen des mittelständisch geprägten Maschinen- und Anlagenbaus mit mehr als 900 000 Beschäftigten und ist einer der wichtigsten Branchenverbände in Deutschland.

„Ich lebe als Unternehmer auch davon, dass ein vernünftiger Nährboden für einen Unternehmer da ist. Und der Nährboden entsteht nicht von alleine“, sagt Lindner. Eine wichtige Verbandsaufgabe sei es, den Industriestandort Deutschland zu sichern, indem man der Politik klarmacht, was Unternehmer brauchen, um gut arbeiten zu können. „Das sind immer wieder dieselben Themen wie Flexibilisierung der Arbeitszeit, Kündigungsschutz in vernünftigen Rahmen, Bürokratieabbau, die Steuerthematik.“

Lindner hat in München Betriebswirtschaftslehre studiert. Nach seiner Promotion arbeitete er kurz als Unternehmensberater und kam dann 1984 im Alter von 33 Jahren zu dem Albstädter Textilkonzern.Lindner ist in fünfter Generation ein Nachkomme des Firmengründers Ernst Beckert. dpa

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