Wirtschaft : Maschinenbauer Linde plant im Ausland größere Übernahmen Hoechst-Tochter auf

WIESBADEN (rtr).Der Maschinen- und Anlagebauer Linde AG will im Auslandsgeschäft wachsen und bei Ergebnis und Umsatz deutlich zulegen.Für 1999 rechnet der Konzern mit einer Zunahme des Umsatzes und einer Steigerung des Ergebnisses in den vier Geschäftsfeldern um mehr als fünf Prozent, sagte Linde-Vorstandschef Gerhard Full am Donnerstag auf der Bilanzpressekoneferenz in Wiesbaden.An dem mittelfristigen Ziel, den Konzernumsatz bis zum Jahr 2002 auf rund 13 Mrd.DM zu steigern, halte das Unternehmen fest.Der Konzernumsatz 1998 belief sich auf 10,74 Mrd.DM.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit konnte 1998 um 10,9 Prozent auf 856 (Vorjahr 772) Mill.DM gesteigert werden.Das Ergebnis je Aktie nach DVFA nahm gegenüber dem Vorjahr um 14,3 Prozent auf 56,70 (49,60) DM zu.Den Jahresüberschuß steigerte der Konzern 1998 um 13,2 Prozent auf 507 Mill.DM.

Um für mögliche Akquisitionen mittelfristig vorbereitet zu sein, will sich das Unternehmen eine Reihe von Kapitalmaßnahmen von den Aktionären auf der Hauptversammlung am 18.Mai genehmigen lassen.Dazu zähle ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 20 Prozent des Grundkapitals, sowie die Aufnahme von 90 Mill.Euro genehmigten und 40 Mill.Euro bedingten Kapitals bis zum Jahr 2004.Linde plane zudem einen Aktiensplit im Verhältnis zehn zu eins.Dadurch entstünden 84 121 600 Inhaber-Aktien im Nennbetrag von fünf DM, die im gleichen Umfang auf Inhaber-Stückaktien umgestellt würden."Wir haben keine konkreten Pläne für Akquisitionen, doch sollte man immer darauf vorbereitet sein," sagte Finanzvorstand Hero Brahms.Zu den Expansionsplänen und Wachstumschancen seines Hauses erläuterte Konzern-Chef Full jedoch, beim Arbeitsgebiet Anlagenbau sei man im Ausland auf der Suche nach Akquisitionen.Das Geschäftsfeld technische Gase solle vor allem im Ausland wachsen und der Umsatzanteil von derzeit 60 Prozent gesteigert werden.In den USA rechne der Konzern mit einem Umsatzplus von 200 Mill.DM auf über 500 Mill.DM in 1999.In Latein-Amerika sehe man Chancen für den Bereich Fördertechnik.Im Inland spreche man mit dem Hoechst-Konzern über den Erwerb von Messer-Griesheim, zur Zeit gebe es jedoch noch keine Ergebnisse.Der Zeitrahmen sei nicht von Linde abhängig.Das angestrebte Ziel einer Rendite von 20 Prozent des eingesetzten Kapitals werde der Konzern noch nicht im Jahr 1999, wahrscheinlich aber im Jahr 2000 erreichen.In den ersten beiden Monaten 1999 sei der Konzernumsatz sich um 10,2 Prozent auf 1,47 Mrd.DM gestiegen, ohne Anlagenbau um 3,6 Prozent auf 1,26 Mrd.DM.Der Auftragseingang im Konzern habe sich in den ersten beiden Monaten um 43,1 Prozent auf 2,34 Mrd.DM erhöht.

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