Wirtschaft : Maschinenbauer stellen wieder ein

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Berlin Von den großen Exporterfolgen der deutschen Maschinenbauer profitiert die Beschäftigung im Inland. Bis Ende des Jahres werde die größte Industriebranche vermutlich 3000 Arbeitskräfte einstellen und dann 870000 Personen beschäftigen, kündigte der Präsident des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), Dieter Brucklacher, am Mittwoch in Berlin an. Im bisherigen Jahresverlauf steigerte die Branche ihren Umsatz um mehr als drei Prozent, was allein der Exportstärke (plus 9,6 Prozent) zu verdanken ist. 70 Prozent der in der Bundesrepublik gebauten Werkzeuge und Maschinen werden im Ausland verkauft, dabei gab es in den letzten Monaten herausragende Zuwächse in den Opec-Ländern (plus 24,5 Prozent), in Russland (plus 30 Prozent) und in Indien (plus 64 Prozent). In den USA und China blieb die Nachfrage nach deutschen Maschinen mit einem Plus von 9,6 Prozent auf hohem Niveau. Dagegen sieht es im Inland erbärmlich aus: Im bisherigen Jahresverlauf gab es einen Rückgang um zehn Prozent.

„Wir freuen uns, dass der Dollar schwächer geworden ist“, sagte VDMA-Präsident Brucklacher. Dadurch erhöhten sich die Gewinne, was wiederum notwendig sei, um die gestiegenen Rohstoffkosten, die der VDMA auf drei bis vier Milliarden Euro/Jahr beziffert, zu kompensieren. Brucklacher betonte als Chef einer schwäbischen Firma mit weltweit mehr als 6000 Mitarbeitern, er stehe zum Standort Deutschland. „Wir wollen unsere Beschäftigung halten.“ Dafür seien aber eine Verkürzung von Abschreibungsfristen sowie eine Erweiterung des Günstigkeitsprinzips erforderlich, die den Unternehmen Abweichungen vom Tarifvertrag erleichtern solle. alf

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