MASSEKREDIT : Instrument in der Insolvenz

Ein Massekredit ist in Insolvenzverfahren ein üblicher Weg, um den Geschäftsbetrieb am Laufen zu halten. Solche Darlehen werden in der Regel von Bankenkonsortien bereitgestellt oder von der Staatsbank KfW. Danach stehen die Kreditgeber in der Liste der Gläubiger ganz oben. Das bedeutet, dass deren Forderungen vorrangig aus der Insolvenzmasse bedient werden, also vor anderen Verbindlichkeiten wie etwa Mietschulden aus dem Zeitraum vor der Insolvenz. Damit wird der Massekredit mit der höchstmöglichen Garantie abgesichert.

Im Juni 2005 hatte beispielsweise die Drogeriekette Ihr Platz kurz nach der Insolvenz einen Massekredit von 7,5 Millionen Euro erhalten, um weiterhin die Ladenmieten bezahlen zu können. Derzeit verhandeln unter anderem die Wadan-Werften über einen Massekredit. Auch bei dem Konkurs des Baukonzerns Philipp Holzmann oder bei der Rettung des insolventen Bürobedarfsherstellers Herlitz gab es Massekredite. dcl

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