Wirtschaft : McDonald’s setzt auf Cappuccino

Nicole Huss

München – Die Fast-Food-Kette McDonald’s setzt künftig stärker auf Latte Macchiato und Cappuccino als auf Burger und Pommes Frites. In diesem und im nächsten Jahr sollen jeweils bis zu 160 weitere McCafés in Deutschland eröffnet werden, kündigte der Deutschland-Chef von McDonald’s, Bane Knezevic, am Dienstag in München an. Derzeit liegt der US-Konzern mit seinen rund 200 McCafés, einer Art Shop innerhalb der McDonald’s-Filialen, bereits auf Platz zwei hinter Marktführer Tchibo. Insgesamt wolle McDonald’s in ein paar Jahren bis zu 700 Coffee-Shops in Deutschland betreiben.

McDonald’s expandiert damit aggressiv in einem ohnehin stark umkämpften Markt. Neben dem Kaffeeröster Tchibo mit seinen mehr als 1000 Filialen sind in den vergangenen Jahren vor allem amerikanische Coffee-Shop-Ketten wie Starbucks auf den deutschen Markt gedrängt.

Aber auch Burger, Pommes Frites und Cola sind bei den Deutschen beliebter als je zuvor. Der Nettoumsatz von McDonald’s Deutschland stieg 2006 um mehr als sechs Prozent auf 2,57 Milliarden Euro. Das ist der höchste Umsatz in der 35-jährigen Unternehmensgeschichte in Deutschland. Der Gewinn habe ebenso stark zugenommen, sagte Knezevic, ohne genauere Angaben zu machen. Zudem hätten 2006 rund fünf Prozent mehr Gäste die 1276 Schnellimbissrestaurants besucht. Täglich kehrten rund 2,4 Millionen Gäste bei McDonald’s ein. Knezevic kündigte an, dass ab Ende März in allen deutschen Filialen Rauchverbot gilt. In den bereits mehr als 400 rauchfreien Restaurants in Deutschland sei es nicht zu Umsatzrückgängen gekommen. 2007 will McDonald’s 35 neue Filialen eröffnen und bis zu 3000 Mitarbeiter einstellen.

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